Digitale Hilfsmittel für effizientere Prozesse
Connected Worker – Definition, Umsetzung & Beispiele
Ein Connected Worker nutzt Echtzeit-Daten und digitale Hilfsmittel, um Aufgaben effizienter auszuführen. Erfahren Sie, warum der Connected Worker-Ansatz eine sinnvolle Digitalisierungsstrategie für viele produzierende Unternehmen ist.
Der Connected Worker-Ansatz kombiniert menschliche Expertise mit Echtzeit-Datenzugriff, mobilen Applikationen und gezielter Automatisierung.
Teams in der Produktion werden mit Geräten wie Tablets, Smartphones oder Wearables ausgestattet, die Zugriff auf digitale Hilfsmittel bieten:
- Dashboards mit Echtzeit-Daten
- Automatische Alerts und Benachrichtigungen
- Mobile Steuerungsoberflächen
- Digitale Arbeitsanweisungen
- Schulungsmaterialien und interaktive Anleitungen
Der ideale Connected Worker ist jederzeit auf dem neuesten Stand, kann schnell auf Ereignisse reagieren, trifft datengestützte Entscheidungen und führt Arbeitsschritte präzise & effizient mit digitaler Unterstützung aus. Im Hintergrund steuern automatisierte Workflows die Übermittlung und Synchronisierung von Daten zwischen IT- und OT-Systemen.
Voraussetzung für die Umsetzung ist die Integration der vielfältigen Systeme, die in der Produktion zum Einsatz kommen: Von Sensoren und Maschinensteuerungen bis hin zu ERP-Systemen und Cloud-Plattformen. Mehr zur Umsetzung erfahren Sie im Abschnitt „Was wird für die Umsetzung benötigt?“
Vorteile
Connected Worker als Digitalisierungsstrategie
Der Connected Worker ist ein strategischer Digitalisierungsansatz, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht – unterstützt durch moderne Technologie.
Manuelle Prozesse und langsame Kommunikationswege werden durch Datenintegration und Automatisierung effizienter gemacht. Mitarbeitende können sich stärker auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren und die Produktivität steigt.
Gleichzeitig bleibt eine hohe Flexibilität und Reaktionsfähigkeit erhalten, die einen Vorteil gegenüber vollständig automatisierten Umgebungen bietet.
Vorteile des Connected Worker im Überblick
Transparenz und schnelle Reaktionen
Connected Worker erhalten Zugriff auf Echtzeit-Dashboards und aktuelle Daten. Zudem können auftretende Probleme mithilfe mobiler Alerts gemeldet werden, sodass die wichtigsten Informationen sofort zu den richtigen Personen gelangen. Das Resultat sind reduzierte Stillstandszeiten, datengesteuerte Entscheidungen und weniger Zeitverluste durch unnötige Kommunikationswege.
Effektive Steuerungsmöglichkeiten
Durch die Integration mit ERP und anderen Systemen können Informationen wie Produktions- und Transportaufträge ohne Verzögerung an der Linie oder im Lager angezeigt werden. Mitarbeitende nutzen mobile Applikationen, um Statusaktualisierungen, Freigaben und Rückmeldungen durchzuführen.
Höhere Mitarbeiterzufriedenheit
Die Umsetzung des Connected Worker-Ansatzes bedeutet in der Regel weniger Suchaufwand, mehr Handlungssicherheit und bessere Einarbeitungsprozesse. Verschiedene Teams erhalten überall Zugriff auf Echtzeit-Daten, digitale Arbeitsanweisungen und multimediale Anleitungen.
Sicherheit und Compliance
Echtzeit-Alerts bei Sicherheitsvorfällen oder Frühindikatoren sorgen für verbesserte Arbeitssicherheit und die Vermeidung von Gefahrensituationen. Digitale Sicherheitsprotokolle stehen ortsunabhängig zur Verfügung, gleichzeitig können Vorfälle über mobile Apps gemeldet werden.
Als Digitalisierungsstrategie hat der Connected Worker-Ansatz den Vorteil, dass er schrittweise umgesetzt werden kann und nicht zwangsläufig hohe Investitionen im Voraus erfordert. Stattdessen können Unternehmen einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess folgen, um Teams nach und nach mit erprobten digitalen Hilfsmitteln auszustatten.
Umsetzung
Connected Worker – Voraussetzungen und Umsetzung
Die Umsetzung des Connected Worker-Ansatzes erfordert folgende Komponenten:
1. Hardware
Industrietaugliche Smartphones, Tablets, Wearables oder stationäre Geräte sind die physischen Werkzeuge, um mit Daten, Prozessen, Produkten und Personen zu interagieren.
2. Applikationen
Applikationen umfassen die Benutzeroberflächen, mit denen ein Connected Worker interagiert sowie die dazugehörigen Datenmodelle und Hintergrundprozesse.
Applikationen sind oft exakt auf bestimmte Aufgaben zugeschnitten. Sie müssen intuitiv zu bedienen und mit der eingesetzten Hardware kompatibel sein. Im Idealfall lassen sich Applikationen flexibel erweitern und schnell an veränderte Bedingungen anpassen.
Beispielapplikationen: Interaktives Dashboard und mobile Push-Benachrichtigungen
3. Connected Worker-Plattform
Die Entwicklung und der Zugriff auf Applikationen erfolgt in der Regel über (cloudbasierte) No-Code-Plattformen. Diese bieten die Möglichkeit, Oberflächen, Datenstrukturen und Hintergrund-Workflows ohne Programmierkenntnisse zu erstellen und anzupassen (inkl. Versionierung, Backups etc.).
Endnutzer können dann von überall per Mobilgerät auf erstellte Applikationen zugreifen.
Zudem bieten viele Plattformen die Möglichkeit, Produktionsdaten zentral zu speichern und zu verwalten (siehe z.B. manubes Datamodel Designer).
Beispielapplikationen in der manubes-Applikationsübersicht
4. Schnittstellen
Über industrielle Standardschnittstellen wie OPC UA oder REST APIs wird die Connected Worker-Plattform mit Maschinen, Geräten, Datenbanken und Softwaresystemen integriert. Plattformen bieten oft Konnektoren für verschiedene Industrieschnittstellen, die den Integrationsaufwand minimieren.
Ältere Anlagen und Systeme können bei Bedarf mit Konnektivitätslösungen wie OPC UA Servern ausgestattet werden, um einen standardisierten Datenzugriff zu ermöglichen.
5. Berechtigungskonzept
Berechtigungen regeln, welche Benutzer oder Benutzergruppen auf welche Anwendungen, Daten und Funktionen zugreifen dürfen. Zugriffsrechte können in der Regel zentral über die Connected Worker-Plattform verwaltet werden.
Beispiele
Connected Worker in der Praxis – Beispiele für digitale Hilfsmittel
Im Folgenden zeigen wir fünf Beispiele für Connected Worker-Applikationen in der Praxis.
1. Push-Benachrichtigungen auf Mobilgeräten
Mit automatisierten Push-Benachrichtigungen kommen die richtigen Informationen sofort bei den richtigen Personen an.
Beispiele:
- Meldungen bei Störungen und Stillständen
- Warnungen bei Grenzwertüberschreitungen (z.B. zu hohe Temperaturen)
- Warnungen bei Materialknappheit
- Meldungen zur Fertigstellung von Produktionsaufträgen
So bleiben Operatoren, Lagerpersonal und Produktionsleitung jederzeit auf dem neuesten Stand und können schnell und flexibel reagieren – ohne Verzögerungen durch unnötige Kommunikationswege.
2. Mobile Steuerungsoberflächen mit ERP-Datenintegration
Mit manubes können Sie Daten aus SAP und anderen Systemen in eigene GUIs und Steuerungsoberflächen integrieren.
So erhalten Shopfloor- und Logistik-Teams die aktuellsten Produktions- und Transportaufträge in Echtzeit.
Zudem können sie Aktualisierungen und Rückmeldungen vornehmen, die im Hintergrund sofort synchronisiert werden.
3. Materialverifizierung per QR-Code-Scan
Durch das Scannen von QR-Codes und Barcodes an Rohstoffen, Etiketten oder Verpackungen können Mitarbeitende verifizieren, dass die richtigen Materialien an der Produktionslinie verfügbar sind. So lassen sich kostspielige Verwechslungen vermeiden.
Scans können direkt in eigene, mobile Auftragsoberflächen oder Apps integriert werden. Datenabgleich und Freigabe erfolgen automatisiert im Hintergrund.
4. Digitales Schichtbuch
Ein digitales Schichtbuch sorgt für Transparenz zwischen Schichten und verhindert, dass wichtige Informationen verloren gehen.
Mitarbeitende können Schichtereignisse mit Mobilgeräten direkt an Ort und Stelle erfassen und frühere Ereignisse einsehen. Zudem stehen die protokollierten Daten für spätere Analysen zur Verfügung.
5. Digitale Arbeitsanweisungen
Die Digitalisierung von Arbeitsanweisungen, Schulungsmaterialien und Dokumentationen vermeidet Papierchaos und bietet die Möglichkeit zur Integration von Multimedia-Inhalten und Automatisierung.
Inhalte wie Video-Anleitungen, interaktive Checklisten und digitale Prüfwerkzeuge unterstützen Mitarbeitende bei verschiedenen Prozessen. Der Zugriff erfolgt mobil und geräteunabhängig.
Connected Worker mit manubes
manubes als Digitalisierungsplattform
manubes vereint Datenverwaltung, Visualisierung und Workflow-Automatisierung auf einer zentralen Plattform. Produzierende Unternehmen erhalten Zugriff auf intuitive Designwerkzeuge, um schnell eigene Dashboards, Automatisierungen und maßgeschneiderte Applikationen zu erstellen.
Einfach im Einstieg, skalierbar für zukünftige Anforderungen
Die Cloud-Plattform von inray erfordert keine eigene Installation, Server-Infrastruktur und Lizenzverwaltung. Der Zugriff erfolgt per Webbrowser auf beliebigen Geräten.
Erstellen Sie Ihren persönlichen manubes-Testzugang innerhalb von Minuten und beginnen Sie mit der Entwicklung Ihrer eigenen Lösungen. manubes setzt auf No-Code, standardisierte Schnittstellen und moderne Sicherheitsstandards.
Proof of Concept –
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